Du sollst dich optimieren!

Dokumentation von Reinhild Dettmer-Finke

57 Min., 2017, ZDF/Arte/SRF

Katholischen Akademie  Freiburg am 18.10.2021 mit Diskussion

Die Selbstoptimierungstechnologie boomt. Eine gigantische Industrie lockt ständig mit neuen Apps zur Vermessung des Körpers oder entwickelt Präparate zur Leistungssteigerung des Gehirns.   Der Grat zwischen Verbesserungswunsch und Selbstoptimierungsobsession ist schmal. Die Arbeit am „perfekten Menschen“ scheint das große Projekt unserer Zeit zu sein.

Ist die fortschreitende Selbstoptimierung eine Chance oder bereits Gebot? Welches Menschenbild liegt diesem Optimierungsgedanken zugrunde? Und was hat jeder Einzelne letztendlich davon?

Die Filmemacherin Reinhild Dettmer-Finke trifft Menschen, die in Lebensbereichen wie Ernährung, Arbeit und Kindererziehung die aktuellsten Methoden der Selbstoptimierung verinnerlicht haben: Florian Städtler, zum Beispiel, verbrachte 5 Jahre mit der täglichen Selbstvermessung, Massen an Post-Its und Excel-Tabellen waren seine täglichen Begleiter auf der Suche nach eindeutigen Daten über sich selbst. 

Chris Natterer optimiert sich seit 10 Jahren mental und körperlich. Er überlässt nichts dem Zufall und ist sich sicher, mit dieser Haltung völlig gesund mindestens 80 zu werden.

Literatur
Optimiertes Babymanagement, Prof. Marko Sarstedt 
https://optimiertes-babymanagement.de

Selbstoptimierung - Praxis und Kritik von Neuroenhancement, Dr. Greta Wagner 
http://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/soziologie/selbstoptimierung-10405.html

Crew

Buch und Regie: Reinhild Dettmer-Finke

Bildgestaltung: Ingo Behring | Axel Schneppat | Marcel Kolvenbach | Ursula Wernly

Montage: Mike Schlömer

Musik: Karl-Heinz Blomann

Produktion: Anahita Nazemi (Kobalt Productions)

Redaktion: Kathrin Brinkmann ZDF/arte | Sandra Roth, Yves Bossart SRF

Pressestimmen

Was früher „Gott“ hieß, heißt jetzt „Erfolg“. Die Priester der neuen Religion nennt man „Coach“ oder „Personal Trainer“: Ein Arte-Film über das Gebot der ständigen Verbesserung des Ich.
Frankfurter Rundschau 8.5.2018

Der Film macht deutlich, wie weit die Ökonomisierung des Lebens schon fortgeschritten ist. 
Badische Zeitung 24.4.2018